12.06.2013

Barrierefreiheit hat bei Bahnhofsumbau oberste Priorität

Bild: SPD-Fraktion Freilassing
SPD-Stadträte diskutierten mit Freilassinger Bürgern über Stadtentwicklung und Bahnhofsumbau
Die Stadträte der SPD Margitta Popp, Michael Hangl, Helmut Fürle und Peter Hans diskutierten mit Bürgern über aktuelle Themen der Freilassinger Stadtpolitik. Insbesondere die Stadtentwicklung mit dem geplanten Bahnhofsumbau stieß dabei auf großes Interesse.

Um das Potential des Freilassinger Bahnhofs besser ausnutzen zu können, wurde, im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts, dessen Umbau beschlossen. Damit die Attraktivität des Bahnstandortes Freilassing gesteigert und die für die Bürger bestmögliche Variante erreicht wird, sollen die Maßnahmen, nach Wunsch der Freilassinger SPD, im gemeinsamen Dialog erarbeitet werden.

Zunächst wurden die geplanten Schallschutzwände, die bei einem derartigen Umbau gesetzlich vorgeschrieben sind, angesprochen. Diese müssen sechs Meter hoch sein und stellen so einen massiven Eingriff in das Stadtbild dar. „Die Stadt ist bereits jetzt zerschnitten und wird dadurch noch mehr getrennt.“, so der dritte Bürgermeister Michael Hangl. Aus diesem Grund würde er es begrüßen, wenn die Wände teilweise aus Glas gebaut würden. „Glasscheiben sind im Prinzip genauso effektiv und wären aber eine wichtige Komponente für eine ansprechende optische Gestaltung.“
Auch der stellvertretende Landrat Helmut Fürle stimmte dem zu und schlug vor aus optischen Gründen die Glasscheiben im oberen Teil der Schallschutzwand zu platzieren: „Es ist zu befürchten, dass die Aussicht von der Fußgängerzone bzw. vom Stadtzentrum in die nahe gelegenen Berge größtenteils wegfällt und die Stadt somit in gewisser Weise einen Teil ihres Charakters verliert.“ Er zeigte sich froh über die Tatsache, dass, anders als bei Projekten wie beispielsweise Stuttgart21, in Freilassing frühzeitig gemeinsam mit Experten und Bürgern die Planungen vorangetrieben werden. „Ich bin überzeugt davon, dass wir im Dialog die bestmögliche Lösung finden werden um das Bahnhofs-Areal auch optisch aufzuwerten.“

Fraktionssprecherin Margitta Popp forderte dazu auf, dass beim Bahnhofsumbau mehr auf die Bedürfnisse körperlich beeinträchtigter Menschen eingegangen werden muss: „Für uns Sozialdemokraten hat die Barrierefreiheit an einem Bahnhof oberste Priorität. Als Ortsvorsitzende der AWO, ist es mir ein besonderes Anliegen, dass der Lebensalltag von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung erleichtert wird. Und dazu gehört auch, ihnen die Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.“ Als wichtige erforderliche Maßnahmen nannte sie unter anderem die Höhenangleichung der Bahnsteige sowie den Bau von Aufzügen zu allen Gleisen.

Peter Hans sprach sich ebenfalls für zeitnahe Verbesserungen aus, um den Bahnstandort Freilassing zu erhalten und aufzuwerten. „Wenn die Attraktivität des Bahnhofs nicht steigt, fahren überregionale Züge nur noch ab dem Salzburger Hauptbahnhof, der derzeit umgebaut wird, um den neuesten Anforderungen zu entsprechen. Dies gefährdet viele Arbeitsplätze in Freilassing, die es mit aller Kraft zu erhalten gilt.“, so der langjährige aktive Gewerkschafter.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es notwendig sei, die Attraktivität des Bahnhofs mit einem Umbau zu steigern. Im Interesse aller Beteiligten sei es aber wichtig im gemeinsamen Dialog Maßnahmen zu erarbeiten. „Es ist gute Tradition in der SPD über Themen zu diskutieren und dabei den Willen der Bürger ernst zu nehmen. Das ist einer der Gründe warum sie in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum feiert und somit die mit Abstand älteste Partei in Deutschland ist.“, so Michael Hangl abschließend.

Bildunterschrift: Die Freilassinger SPD-Stadträte Peter Hans, Margitta Popp, Michael Hangl und Helmut Fürle. (von links)




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