Karl Rittmann - Bürgermeister von Freilassing von 1919 bis 1933 und 1945 bis 1947. Die Stadt Freilassing ist geprägt von den Entwicklungen während seiner Amtszeit - auch unser Ortsverein. Doch neben den Errungenschaften zeugt das Erbe Rittmanns auch für die politische Verfolgung durch die Nationalsozialisten.
Im Rahmen unserer Veranstaltung im September möchten wir einerseits die Geschichte Karl Rittmanns neu aufarbeiten und die politische Verfolgung der Nationalsozialisten hier in der Region beleuchten.
Der Vergangenheit Gedenken bedeutet in der Gegenwart Demokratie zu feiern und sich für unsere soziale Politik einzusetzen. Darum wollen wir gemeinsam mit allen Interessierten diese Feier begehen und laden Sie herzlich zum Festakt Karl Rittmann - Demokratie feiern ein!
Die SPD Freilassing kann als älteste politische Partei in unserer Stadt auf eine lange Geschichte zurückblicken:
Erste Erwähnung eines Sozialdemokraten in Freilassing findet man am 16. Juni 1903, als der Freilassinger Buchdruckereibesitzer Joseph Schorer im Wahlkreis Traunstein für die Reichstagswahl kandidierte.
Die eigentliche Gründung des ersten Ortsvereins erfolgt ca. Mitte 1912, nachdem Karl Rittmann, als Geschäftsführer der Konsumgenossenschaft, am 01. Mai 1912 nach Salzburghofen versetzt wurde. Ab Juni 1919 wird er Bürgermeister von Salzburghofen-Freilassing bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten im April 1933. Karl Rittmann wird mehrmals inhaftiert und kommt im Juni 1936, nach 202 Tagen „Schutzhaft“, aus dem KZ Dachau.